PokémonWorlds 2026 entschieden — Andrew Hedrick gewinnt die Meisterklasse mit Katapulda-ex
Drei Tage San Francisco, ein neuer Weltmeister: Andrew Hedrick holt den TCG-Titel der Masters Division. Dazu die Sieger der Junior- und Senior-Division und was das Turnier über das Mega-Meta verrät.

Das Moscone Center ist leer, die Bühne im Chase Center abgebaut — und das Sammelkartenspiel hat einen neuen Weltmeister. Andrew Hedrick aus den USA gewinnt die Meisterklasse der Pokémon-Weltmeisterschaften 2026 und setzt damit den Schlusspunkt unter eine Saison, die komplett von der Mega-Ära geprägt war. Was am Turnierwochenende in San Francisco passiert ist und was daraus für die neue Saison folgt.
Die Sieger im Sammelkartenspiel
| Division | Weltmeister |
|---|---|
| Meisterklasse (Masters) | Andrew Hedrick, USA |
| Seniorenklasse (Seniors) | Jake Ng |
| Juniorenklasse (Juniors) | Yuta Araki |
Hedricks Titel ist besonders bemerkenswert, weil er mit Katapulda-ex nicht die offensichtlichste Wahl des Formats aufs Feld brachte. Wer die Meta-Berichte der Wochen davor gelesen hat, hatte andere Decks weiter oben auf dem Zettel — genau das macht eine Weltmeisterschaft aber aus: Sie belohnt die Vorbereitung auf ein Feld, nicht das Nachbauen einer Liste.
Die Junioren- und Seniorenklasse gingen an Yuta Araki und Jake Ng — ein Ergebnis, das den japanischen und asiatischen Anteil an der Weltspitze einmal mehr unterstreicht.
Was das Turnier über das Format verrät
Worlds war der erste echte Härtetest für das Standard-Format nach der Rotation im Frühling. Drei Beobachtungen, die auch für Spieler abseits der Weltbühne zählen:
Das Feld war breiter als erwartet. Die Mega-ex-Mechanik mit ihrem Drei-Preise-Risiko hat kein einzelnes Deck dominieren lassen. Für die kommende Saison heisst das: Wer ein Lieblingsarchetyp hat, muss ihn nicht aufgeben, nur weil er nicht ganz oben in den Statistiken steht.
Vorbereitung schlägt Netdecking. Hedricks Wahl zeigt, was auf diesem Niveau entscheidet — nicht die stärkste Liste, sondern die Liste, die das erwartete Feld schlägt. Auf lokaler Ebene ist dieser Effekt sogar grösser, weil das Meta dort noch persönlicher ist.
Die Karten aus «Pitch Black Night» waren da. Das jüngste Mega-Set war zum Turnier gerade sechs Wochen alt und hat sich sofort im Feld gezeigt — ein gutes Zeichen für das Tempo, mit dem die Ära Material nachliefert.
Die Markt-Perspektive
Worlds bewegt nach jedem Turnier zuverlässig die Preise der Siegerkarten, und dieses Jahr ist keine Ausnahme: Die Schlüsselkarten der erfolgreichen Listen ziehen in den Tagen nach dem Finale spürbar an, während Karten aus Decks, die im Feld untergegangen sind, nachgeben. Wer spielt statt spekuliert, kauft solche Karten idealerweise vor dem grossen Turnier oder wartet die Beruhigung nach zwei bis drei Wochen ab.
Dazu kommen die Worlds-Promos und gestempelten Event-Produkte, die traditionell zu den gesuchtesten Karten des Jahres gehören — kleine Auflage, globale Nachfrage, entsprechend sportliche Zweitmarktpreise.
Transparenz: Wir handeln mit Pokémon-Karten. Markteinschätzungen sind unsere redaktionelle Meinung, keine Anlageberatung.
Wie es weitergeht
Mit dem Titelkampf ist die Saison 2025/26 abgeschlossen — und die neue beginnt sofort. Der nächste grosse Taktgeber ist kein Turnier, sondern ein Produkt: Das Jubiläumsset «30 Jahre» steht vor der Tür und dürfte das Sammelthema des Herbstes werden.
Für alle, die das Wettkampfspiel nach diesem Wochenende zum ersten Mal reizvoll finden: Der Einstieg beginnt nicht in San Francisco, sondern an einem Dienstagabend im Laden um die Ecke. Wie das geht, steht in unserem Locals-Guide — und das Material dazu liegt in unseren Displays.


