Riftbound«Vendetta» ist live — Riftbound liefert sein viertes Set in zwölf Monaten
Ambessa, Mel und Akali führen «Vendetta» an — das vierte Riftbound-Set seit dem Start. Riots League-of-Legends-TCG hält seinen Quartalstakt und wird für die Branche langsam unbequem.

Riot Games zieht sein Tempo durch: Seit dem 31. Juli ist «Vendetta» erhältlich — die vierte Riftbound-Erweiterung, angeführt von neuen Champions wie Ambessa, Mel und Akali. Namen, die Arcane-Zuschauern sofort etwas sagen: Das Set lehnt sich spürbar an die Noxus-Erzählwelt der Serie an, inklusive der Intrigen und Rachegeschichten, die der Titel verspricht.
Der Takt: alle drei Monate ein Set
Das eigentliche Statement von «Vendetta» ist der Kalender. Riftbound startete mit «Origins» (zuerst im August 2025 in China, danach global) und fährt seit 2026 einen strikten Quartalsrhythmus:
| Set | Release |
|---|---|
| Spiritforged | 13. Februar 2026 |
| Unleashed | 8. Mai 2026 |
| Vendetta | 31. Juli 2026 |
| Radiance | 23. Oktober 2026 |
Vier Hauptsets im Jahr, angekündigt und bisher pünktlich geliefert — für ein TCG im ersten Lebensjahr ist diese Verlässlichkeit bemerkenswert. Sie ist auch nötig: Wer gegen Pokémon, Magic und One Piece antritt, darf sich keine Funkstille leisten. Zur «Radiance»-Ankündigung haben wir die Herbst-Perspektive separat aufgeschrieben.
Was «Vendetta» spielerisch bringt
Riftbound übersetzt League of Legends erstaunlich wörtlich: Es wird um Battlefields gekämpft, Punkte gibt es für deren Kontrolle, und Champions steigen im Verlauf der Partie auf. «Vendetta» erweitert den Champion-Pool um Figuren mit starkem Story-Profil und baut bestehende Archetypen aus — die Noxus-Fraktion bekommt erwartungsgemäss den grössten Schub.
Für den Einstieg ist ein Zwischenset selten der ideale Moment — aber Riftbound bleibt insgesamt sehr zugänglich, und unser Einsteiger-Guide sortiert die Startprodukte.
Der Markt-Blick: das erste Jahr trägt
Riftbound war einer der lautesten TCG-Starts der letzten Jahre — getragen von der LoL-Spielerbasis und dem Arcane-Effekt. Ein Jahr später lässt sich festhalten:
- Die Nachfrage hält. Sealed-Ware der frühen Sets, allen voran «Origins», ist deutlich über Startpreisen — das übliche Schicksal erfolgreicher Erstauflagen.
- Die Spielerbasis wächst organisch. Locals berichten von stabilen Riftbound-Tischen neben den etablierten Spielen — kein Strohfeuer-Muster.
- Riot investiert sichtbar. Quartalstakt, Organized Play, Digital-Verzahnung: Das wirkt wie ein Zehnjahresplan, nicht wie ein Marketing-Experiment.
Die nüchterne Gegenrechnung: Junge TCGs bleiben Risiko-Investments. Von den vielen Neustarts der letzten Dekade haben nur wenige das fünfte Jahr erlebt — Riftbound hat bessere Karten als die meisten, aber Geschichte schlägt Euphorie. Mehr zur generellen Einordnung neuer Spiele steht im Halbjahresrückblick.
Transparenz: Markteinschätzungen sind redaktionell, keine Anlageberatung.
Fazit
«Vendetta» ist kein Revolutions-Set — es ist etwas Wertvolleres: der Beweis, dass Riftbound liefern kann, Quartal für Quartal. Mit «Radiance» im Oktober schliesst Riot sein erstes volles Set-Jahr ab, und spätestens dann gehört das LoL-TCG offiziell zum festen Inventar der Branche. Wer jetzt reinschauen will, startet am besten mit dem Einsteiger-Guide — und schützt die ersten Chase-Pulls wie immer richtig gehüllt.


