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16. Februar 2026 ✦ 2 Min. Lesezeit

PSA erhöht die Preise — was die neuen Grading-Gebühren bedeuten

Seit dem 10. Februar kostet PSA-Grading mehr: Value Bulk steigt von 21.99 auf 24.99 Dollar, Regular von 74.99 auf 79.99. Die Hintergründe — und wie du trotzdem günstig einsendest.


PSA erhöht die Preise — was die neuen Grading-Gebühren bedeuten

Der Marktführer dreht an der Preisschraube: Seit dem 10. Februar 2026 kostet PSA-Grading in den unteren Service-Stufen spürbar mehr. Der beliebte Value-Bulk-Tarif steigt von 21.99 auf 24.99 US-Dollar pro Karte, der Regular-Service von 74.99 auf 79.99 US-Dollar — begleitet von zusammengelegten Service-Stufen und, wenig überraschend, weiterhin langen Warteschlangen.

Warum PSA es sich leisten kann

Die kurze Antwort: Rekordnachfrage. Die Grading-Branche erlebt seit zwei Jahren einen historischen Boom, angetrieben ausgerechnet von unserer Ecke des Hobbys — TCG-Karten überholen bei den Einsendungen die klassischen Sportkarten um mehr als das Doppelte. Pokémon, Magic und Yu-Gi-Oh füllen die Grading-Labore mit einer jungen, kauffreudigen Sammlergeneration, und PSA sitzt als unangefochtener Marktführer an der Kasse.

Dazu kommt Marktmacht durch Zukäufe: Mit SGC und Beckett gehören zwei frühere Konkurrenten inzwischen zum PSA-Mutterkonzern. Wo weniger Wettbewerb ist, verhandelt es sich leichter — die europäische Konkurrenz spürt das gerade besonders.

Was das konkret für dich heisst

Rechnen wir ehrlich: Drei Dollar mehr pro Bulk-Karte klingen harmlos — bei einer 20-Karten-Einsendung sind es aber 60 Dollar Aufschlag, plus Versand, plus allfällige Zollabwicklung. Die Kernfrage jeder Einsendung wird damit noch wichtiger: Trägt der Kartenwert die Gebühr?

Unsere Faustregeln nach der Erhöhung:

  1. Unter 100 Franken Kartenwert wird Bulk-Grading schnell unwirtschaftlich — ausser der Karte fehlt nur der Slab zum Verkauf oder sie hat für dich ideellen Wert. Die ausführliche Rechnung steht im Beitrag «Wann lohnt sich Grading?».
  2. Vorsortieren schlägt Hoffen. Karten mit sichtbaren Mängeln holen keine hohen Grades — jede aussortierte Karte spart jetzt 25 Dollar. Zustand checken, bevor die Box zugeklebt wird.
  3. Sammeleinsendungen nutzen. Gruppen-Submissions über Läden oder Communities verteilen Versand- und Nebenkosten auf viele Schultern.

Die strategische Dimension

Interessant ist das Timing: Die Erhöhung kommt, während PSA sein erstes Grading-Center auf dem europäischen Festland vorbereitet. Man kann das zynisch lesen (erst Preise rauf, dann Europa-Expansion als Service-Argument) — oder nüchtern: Rekordvolumen erzwingt Kapazitätsausbau, und den bezahlt am Ende der Einsender.

Für den Sammlermarkt insgesamt haben höhere Grading-Kosten einen dämpfenden Nebeneffekt: Das Graden von Mittelklasse-Karten wird unattraktiver, was das Angebot an frisch gegradeten Slabs im unteren Preissegment verknappt — tendenziell gut für bestehende Slab-Besitzer, ärgerlich für alle, die günstig in graded Karten einsteigen wollen.

Transparenz: Wir verkaufen graded Slabs. Markteinschätzungen sind redaktionell, keine Anlageberatung.

Fazit

Die Februar-Erhöhung ist kein Schock, aber ein klares Signal: Grading bleibt ein Verkäufermarkt, und PSA nutzt seine Stellung. Für Sammler heisst das — schärfer kalkulieren, besser vorsortieren und die Europa-Option im Auge behalten, die noch dieses Jahr die Rechnung verändern könnte. Wie eine Einsendung Schritt für Schritt abläuft, zeigt unsere PSA-Anleitung aus der Schweiz.

Quellen

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